DSDS Kids. Ist das nicht niedlich. Kinder die singen, fast so schön wie die Mini-Playback-Show. Aber auch nur fast. Und es geht auch extra um weniger Geld, als bei dem Erwachsenenformat und ist auch alles ganz kindgerecht. Nein, ich habe es nicht geschaut. Ja, ich kann es dennoch kommentieren. Nicht nur weil Holger von Fernsehkritik.tv es extra für wiederum seine Zuschauer geguckt hat. Viel mehr weiß ich, wie es aussieht, wenn man Kinder auf eine riesige Showbühne stellt und unnatürliche Popstar-Performances durchspielen lässt, mit denen schon “die Großen”, aka Erwachsene, ihre Probleme haben.
In einem sind wir uns hoffentlich einig: Das Ganze heißt Show, weil es reines Entertainment ist. Die Kinder können teils nicht wirklich singen, zumindest konnte das niemand in den Einspielern bei Fernsehkritik. Natürlich nehmen die Kinder sich selbst trotzdem unglaublich wichtig und noch viel wichtiger – deren Eltern. Freiwillig zum Vorsingen zu gehen sieht nämlich anders aus, als bei den Vorcasting-Straßenbefragungen, bei denen die meisten gar nicht so richtig den Mund aufbekamen oder gar sagen konnten, wieso sie selbst so ganz freiwillig teilnehmen wollen.
Nun sind ja Deutsche gern ein wenig blauäugig, was Fernsehen angeht, wie auch US-Amerikaner nicht selten. Was im Fernsehen stattfindet, ist gesellschaftlich relevant und wenn die Kinder dort so toll auf der Bühne singen, dann sollte mein Kind aber durchaus auch in der Lage sein, berühmt zu werden. Und damit Willkommen in unserer beliebten Rubrik “Der Teufelskreis der Leistungsgesellschaft”! Heute dabei: Die Kleinsten.
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